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Bei V-Research wurde kürzlich das Projekt „V-Women“ abgeschlossen, welches im Rahmen des FFG Förderprogramms FEMtech fFORTE - Frauen in Forschung und Technologie - durchgeführt wurde.
FEMtech ist ein Förderungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) für Frauen in Forschung und Technologie, welches im Rahmen der Initiative fFORTE durchgeführt wird. Ziel dieses Förderprogramms ist es, Forscherinnen und Technikerinnen in der Umsetzung ihrer beruflichen Ziele und in ihren Karrierechancen zu stärken und den Zugang zu Führungspositionen zu verbessern. Dem prognostizierten und teilweise schon vorhandenen Mangel an Fachkräften soll durch die Nutzung weiblichen Potenzials entgegengewirkt werden. Durch die Nutzung dieses Potenzials und den Einsatz gemischt geschlechtlicher Teams werden die Forschungs-, Technologie- und Innovationskompetenzen in Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausgebaut. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wächst. Mehr qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen bedeuten mehr Innovationspotenzial für die Unternehmen. Davon profitiert der Innovationsstandort Österreich.
V-Research als ein außeruniversitäres Zentrum für industrielle Forschung und Entwicklung in Vorarlberg hatte in der Vergangenheit auf Grund der sehr technischen Arbeitsbereiche nur wenige Frauen angestellt. Mit dem Projekt „V-Women“ verfolgte V-Research das Ziel, dem entgegen zu wirken und die Chancengleichheit und Präsenz von Frauen im Unternehmen zu stärken. Um mittelfristig eine Erhöhung der Frauenquote zu erzielen, konzentrierten sich die im Projekt umgesetzten Maßnahmen auf die gezielte Laufbahnunterstützung durch Aufbau von Fach- und Führungskompetenzen, die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für die individuelle Gestaltung des Wiedereinstiegs nach der Karenz und die strukturierte Planung einer geeigneten Personalmarketingstrategie zur Rekrutierung und Betreuung von Technikerinnen. „Ziel ist es, die bestehenden Mitarbeiterinnen zu unterstützen und längerfristig an das Unternehmen zu binden, das Kompetenzzentrum als attraktives Unternehmen für Frauen im Allgemeinen und Technikerinnen im Speziellen zu positionieren und infolgedessen Anreize für neue Bewerberinnen zu schaffen“, fasst Geschäftsführer Dr. Cord Henrik Surberg die Projektmotivation von V-Women zusammen.
Was wurde konkret erreicht?
Gezielte Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise ein berufsbegleitendes Masterstudium, waren die Basis für die berufliche Weiterentwicklung von zwei Mitarbeiterinnen innerhalb des Unternehmens. „Die Möglichkeit, ein Thema aus meinem direkten beruflichen Aufgabenfeld bei V-Research in meiner Masterarbeit zu vertiefen, hat mir sehr geholfen, meine Ausbildung anwendungsnah und zeiteffizient abzuschließen“, berichtet DIin Susanne Schmid, die nun die Möglichkeit bekam, ihr Können als Projektleiterin bei V-Research unter Beweis zu stellen.
Chancengleichheit in einem Unternehmen zu leben, erstreckt sich nicht nur auf die Weiterentwicklung bestehender MitarbeiterInnen, sondern auch auf den Auswahlprozess neuer MitarbeiterInnen. Die Frage, wie man Frauen für eine technische vakante Stelle gezielt ansprechen kann, wurde im Projekt „V-Women“ speziell für den Bereich Forschung und Entwicklung erarbeitet. So entstand bei V-Research ein spezieller Recruiting & Mentoring Prozess, in dem in einem ersten Schritt das Bewusstsein für die Genderthematik bei V-Research intern sensibilisiert und verstärkt wurde. „Das Thema Gender-Mainstreaming war während meines gesamten Bewerbungsprozesses deutlich spürbar“, berichtet DIin Ruth Fleisch, die seit dem 1. November letzten Jahres als Mathematikerin im Bereich Operations Research arbeitet.
Gendersensible Formulierung bei allen Dokumenten - sowie Bewusstseinsbildung in der Kommunikation - waren einige weitere Schwerpunkte, die im Projekt zur Stärkung der Genderkompetenz verfolgt wurden. Letzterer wurde im Rahmen eines Kommunikationsseminars mit der Genderexpertin Mag.a Anita Zieher vertieft. Unter dem Titel „Ich sage, was ich meine“ wurden genderspezifische Kommunikationsstörungen aufgedeckt und eine selbstbewusste Kommunikation in Bezug auf geschlechtsspezifische Verhaltensweisen übermittelt. Gerade beim Thema Gender-Mainstreaming hat sich eine spielerische Betrachtung als hilfreich erwiesen, um einen entspannteren Zugang zu finden und neue Sichtweisen zu gewinnen. „Mit viel Körpereinsatz und Körpersprache haben wir ein sehr erfrischendes Seminar erlebt“, so DIin Anke Ristow, Projektleiterin aus dem Geschäftsbereich Tribotronik.
Der Wiedereinstieg von Frauen nach familienbedingter Auszeit ist vor allem bei Führungspositionen nicht immer möglich. Die Lösung hierfür lautet: Flexibilisierung der Arbeitszeit. Aus einer Reihe von Möglichkeiten fokussierte V-Research in dem Projekt seine Aktivitäten auf Gleitzeit- und Teilzeitmodelle, Kinderbetreuungsmaßnahmen, Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice. „Die allmähliche Steigerung meiner monatlichen Arbeitszeit, abgestimmt auf meine persönlichen Bedürfnisse und die Möglichkeit zur Heimarbeit haben mir die Chance gegeben, die leitende Funktion, die ich vor der Karenzzeit ausübte, weiterzuführen,“ beurteilt die Projektleiterin von V-Women MMag.a Marlene Burtscher die Wirksamkeit des Maßnahmenportfolios.
„Wir haben unsere gesetzten Projektziele in Bezug auf die Stärkung der Chancengleichheit und die Präsenz von Frauen bei V-Research signifikant erhöht. Weiters ist es uns gelungen, Mitarbeiterinnen auf allen Hirarchiestufen des Unternehmens zu etablieren“, resümiert Mentoring-Prozessbegleiter Dr. Christian Hillbrand die Erfolge aus dem 18 monatigen Projekt „V-Women“. Auch nach Abschluss des Förderprojektes werden als zukünftige Ziele bei V-Research im Sinne der Nachhaltigkeit weiterhin kontinuierlich gezielt Frauen adressiert und V-Research als attraktives Unternehmen für Frauen positioniert.
„Das V-Women Projektteam“: DIin (FH) Susanne Schmid, MMag.a Marlene Burtscher,
DIin Anke Ristow, Ines Coppola, Dr. Christian Hillbrand
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